Pressemitteilung zur Auftaktveranstaltung in Schriesheim am 19.2.18

Veröffentlicht am Veröffentlicht in Uncategorized

Energiewende funktioniert nicht ohne Heizungswende. Mehr als 80 Prozent des Energieverbrauchs privater Haushalte geht auf die Bereitstellung von Raumwärme und Warmwasser zurück. Die Energiewende kann daher nur mit einem Umbau des Wärmesektors gelingen. Fast 20 Jahre beträgt das Durchschnittsalter der Heizungen in Wohngebäuden in Baden-Württemberg. Zudem ist der Anteil insgesamt neu installierter Kessel mit erneuerbaren Energien auf einem Tiefstand gelandet.

Dabei spielt das SHK-Handwerk (Sanitär, Heizung, Klima) eine ganz zentrale Rolle. Für Hausbesitzer sind Handwerker die ersten Ansprechpartner und zentrale Vertrauensinstanz. Hier setzt das Reallabor c.HANGE (Das HANdwerk als GEstalter der Wärmewende) an, das vom Umweltministerium Baden-Württemberg gefördert wird. Im Reallabor forscht die Wissenschaft gemeinsam mit Praxisakteuren und der Zivilgesellschaft, um konkrete Lösungen für eine nachhaltige Zukunft zu entwickeln. Gemeinsam mit Praxisakteuren aus Heizungs- und Handwerksverbänden wird untersucht, wie sich der Anteil erneuerbarer Energien im Wärmemarkt steigern lässt.

Die Stadt Schriesheim begleitet das Forschungsprojekt. Gemeinsam mit sieben SHK-Betrieben aus Schriesheim werden ab April 2018 kostenlose Heizungschecks bei Schriesheimer Hauseigentümern durchgeführt, um Chancen und Hemmnisse bei der erneuerbaren Wärmeerzeugung zu untersuchen. Parallel startet das Projekt auch in Heidelberg-Ziegelhausen. Um ihre Bürger an einer Teilnahme am Heizungscheck zu motivieren, haben die zwei Orte einen Wettbewerb gestartet. Der Ort, der bis Juli 2018 die meisten Heizungschecks aktivieren kann und den ältesten Heizkessel findet, gewinnt die „Kessel-Check-Challenge“.

Die Heizungschecks werden ab April 2018 durchgeführt und berücksichtigen den Zustand des Gebäudes sowie zukünftige Sanierungspläne, damit die Heizung optimal in das Gebäude passt. Ein Ergebnisbericht zeigt den Hauseigentümern den IST-Zustand der Heizung sowie Optimierungsmaßnahmen auf. Zusätzlich werden mögliche Technikoptionen für den Heizungstausch zur Verfügung gestellt. Die wichtigsten Merkmale der verschiedenen Technikoptionen werden auf einem Informationsblatt ausgewiesen (u.a. zur Wirtschaftlichkeit, Umweltaspekte und Erfüllung des Erneuerbaren-Wärme-Gesetzes). Im Rahmen des Projektes c.HANGE ist der Check vollständig umsonst.

Koordiniert wird das Forschungsprojekt vom ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg. Projektpartner sind das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung, das Institut für Technik der Betriebsführung im Handwerk und Fraunhofer FIT. Interessierte Akteure – Heizungsinstallateure, Berater, Vereine, aber auch heizungsinteressierte Hauseigentümer – können sich an heizung@ifeu.de wenden. Mehr Informationen sind auf der Projekt-Webseite www.change-handwerk.de verfügbar.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.